Neurofeedback

In einer freundlichen und ruhigen Atmosphäre bieten wir das Neurofeedback-Training nach Othmer an.

Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist eine EEG-basierte, computergestützte Trainingsmethode, bei der dem Klienten ausgewählte Parameter der eigenen Gehirnaktivität, über die man für gewöhnlich keine Wahrnehmung hat, wahrnehmbar gemacht werden. Dafür bekommt das Gehirn über Monitor und Lautsprecher gespiegelt, was es gerade tut (Feedback / Rückmeldung).

Durch diese Rückmeldung lernen die Klienten ihre Gehirnaktivität selbst besser zu regulieren. Viele Krankheiten, Störungen oder ungewollte Verhaltensmuster sind auf Fehlregulierung der Gehirnaktivität zurückzuführen. Mit Neurofeedback können Klienten lernen, diese Fehlregulationen besser auszugleichen und zu mehr Funktionsfähigkeit zu finden.

Wozu ist eine Neurofeedback-Training gut?

Eine Neurofeedback-Training kann bei einer Vielzahl von Störungen hilfreich sein. Dazu gehören u.a.:

Angststörungen, Aufmerksamkeitsstörungen (ADS/ADHS), Suchtserkrankungen (Alkohol-, Drogensucht), Autismus, Depression, Epilepsie, Migräne, Schlafstörungen

Speziell bei Kindern hat sich Neurofeedback-Training sehr bewährt. Erfolge zeigen sich vor allem im Bereich Konzentration und Schlafverhalten. Folgende schlafbezogene Symptome werden reduziert oder eliminiert:

Albträume, Bettnässen (Enuresis), Nachtschrecken, Schlafwandeln, besserer Ein- und Durchschlaf, Zähneknirschen

Ist Neurofeedback Training für jeden geeignet?

Neurofeedback Training kann prinzipiell ab dem Grundschulalter bis ins hohe Alter angewendet werden. Die Behandlung ist an keine besonderen Voraussetzungen gebunden, jedoch sollten Sie in jedem Fall Ihren Therapeuten oder Trainer über aktuelle oder chronische Beschwerden, Vorerkrankungen oder über eine Schwangerschaft informieren. Auch sollten Sie mit diesem über Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und Ihre aktuelle Lebenssituation sprechen. Stehen Sie beispielsweise unter Leistungsdruck oder haben Sie öfter Kopfschmerzen? Ein guter Neurofeedback-Therapeut/Trainer wird sich aber auch vor Beginn der Behandlung nach Ihrem Gesundheitszustand erkundigen.

Was sind die Nebenwirkungen des Neurofeedback-Trainings?

Neurofeedback-Training kann, wenn nicht korrekt durchgeführt, unerwünschte Nebenwirkungen haben wie solche im Zusammenhang mit unangepasster Aktivierung, also z.B. Erregtheit, Angstzustände, Benommenheit, Schlafstörungen, Depressionen oder epileptische Anfälle. Solche Effekte sollten von kurzer Dauer sein, es sei denn falsches Training wird über längere Zeit fortgesetzt. Falsches Training kann Symptome verstärken anstatt zu lindern. Eine Neurofeedback-Training sollte daher aussschliesslich von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden.

Wie wird Neurofeedback Training durchgeführt?

Die einzelnen Sitzungen beginnen jeweils mit einer Abklärung der bisherigen Neurofeedback Effekte. Dazu ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient (evtl. Eltern des Klienten) und Therapeut/Trainer erforderlich, um das Neurofeedback-Training von Sitzung zu Sitzung zu optimieren.

1. Anlegen der Elektroden

Neurofeedback Training basiert auf der Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns. Um die EEG-Signale ableiten zu können, werden zu Beginn der Sitzung Elektroden am Kopf des Klienten angelegt. Für die meisten Neurofeedback-Anwendungen genügen 3 Elektroden, die mit einer Paste auf der Kopfhaut befestigt werden. Das Anlegen der Elektroden, wie die gesamte Behandlung, ist bei sachgemässer Anwendung durch einen geschulten Therapeuten/Trainer absolut schmerzfrei. Eventuelle Rückstände von Leitpasten, die zum Anbringen der Elektroden nötig sind, können nach der Behandlung unkompliziert aus dem Haar entfernt werden.

2. Ableiten von EEG-Signalen

Mit den Elektroden werden die Schwankungen des elektrischen Potentials gemessen, die durch das Gehirn erzeugt werden. Die über die Elektroden gemessenen EEG-Signale werden direkt über einen speziellen Verstärker an einen Computer weitergeleitet. Mittels einer Software werden die EEG-Signale ausgewertet und in ihre einzelnen Wellenbereiche und Frequenzbänder zerlegt. So können die individuellen Charakteristika der Gehirnaktivität und sichtbar gemacht und für die Verbesserung der Selbstregulierungsfähigkeit des Gehirns genutzt werden.

3. Visualisieren der Gehirnaktivität

Das Sichtbarmachen der Wellenbereiche und der einzelnen Frequenzbänder erfolgt nun über zwei Monitore. Auf einem Bildschirm verfolgt der Therapeut/Trainer das Spontan-EEG, zerlegt in die einzelnen Wellenbereiche.

Der Patient sieht auf einem eigenen Monitor eine altersspezifische Grafik – dies kann eine Animation sein, ein Computerspiel oder auch ein kurzer Film – die sich ebenfalls gemäss der Gehirnaktivität bewegt.

Wird nun die gewünschte Veränderung – je nachdem eine Intensivierung oder Verminderung bestimmter Aktivitätsmuster – erreicht, erhält der Patient eine direkte Rückmeldung über den Monitor. So bewegt sich die Animation auf ein Ziel zu oder das Bild wird klarer und schärfer. Dieses Feedback wird meist auch noch durch akustische Signale ergänzt. Es findet also eine positive Verstärkung des gewünschten Verhaltens statt.